TV Hörde gewinnt das Spitzenspiel in Marl

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Geschrieben von: Klaus Wilke Montag, 06. Februar 2012 um 19:04

Oberliga
VC Marl – TV Hörde 2:3 (21:25, 25:23, 21:25, 25:22, 15:17) 

Nach 133 spannenden und dramatischen Spielminuten hüpften am späten Sonntagabend 11 Hörder Schmetterkünstler und ihr Trainer wie die kleinen Kinder durch die ehrwürdige Willy-Brandt-Halle in Marl und führten wahre Veitstänze auf. Zuvor hatten die mit Abstand besten Mannschaften der Oberliga im Duell des hartnäckigsten Verfolgers gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter den Fans auf der dicht besetzten Tribüne ein auf hohem Niveau stehendes Klassespiel gezeigt. Der TV Hörde setzte somit seinen eindrucksvollen Höhenflug fort, machte das Dutzend seiner Sieger voll und bewahrte seine blütenweiße Weste. Beim TVH kann mit nunmehr vier Punkten Vorsprung der Meisterschaftssekt schon einmal kalt gestellt werden.  „Ich bin froh, dass der VC Marl mit den Rotsündern antreten konnte und dadurch unser verdienter Sieg keinen Makel bekommt“, meinte Trainer Kai Annacker nach dem Gerangel im Vorfeld. Nachdem die Marler Weßel und Holthausen in Bielefeld nach Spielschluss das Schiedsgericht beleidigt hatten, wurden die Leistungsträger des VCM auf Anweisung des Verbandsspielwartes durch den Staffelleiter für zwei Spiele gesperrt. Die Spruchkammer Süd hob die Sperre jedoch auf, weil die beleidigte Schiedsrichterin die Bestrafung zwar in den Spielbericht eingetragen hatte, aber nicht in der vorgeschrieben Spalte. „Obwohl nach der Rechtsaufassung des DVV das Urteil falsch ist, werden wir keinen Einspruch einlegen“, will TVH-Geschäftsführer Klaus Wilke einen Schlussstrich ziehen. Der TVH hatte im Auftaktsatz mit den gewaltigen Sprungaufschlägen des Marlers Piechowiak ungewohnte Probleme, geriet schnell mit 1:8 in Rückstand, drehte nach kleinen taktischen Korrekturen den Satz und hinterließ mit der Aufholjagd die erste Duftmarke. Zudem hatte Trainer Kai Annacker nach Auswertung des Videos aus der Hinrunde die bärenstarken Mittelblocker Nik Child und Robin Frosting beauftragt, die hinter dem Netz landenden kurzen Aufschläge anzunehmen. Die überragenden Spieler in dem spannenden Match waren die ehemaligen Bundesligaspieler Henrik Weßel (VC Marl) und Jan Terhoeven (TV Hörde), die vom gegnerischen Block selten zu bremsen waren und sich im direkten Duell Mann gegen Mann gegenseitig neutralisierten. Obwohl Trainer Kai Annacker für die wohl beste Saisonleistung an alle Spieler Bestnoten verteilte, galt ein Sonderlob seinem Hauptangreifer Jan Terhoeven. Nachdem der TVH bei 14:12 den ersten Matchball vergeben hatte und den Gastgebern bei eigener 15:14 Führung nur ein Ball fehlte, kam der große Auftritt des Deutschen Jugendmeisters Terhoeven. Der wehrte zunächst mit einem Superblock den ersten und einzigen Matchball ab, wechselte danach auf die Position I und donnerte mit Nerven aus Stahl den Gastgebern zwei Aufschlagasse zum viel umjubelten Hörder Sieg ins Feld. 

TVH: Bruns, Child, Exner, Frosting Henke, Karkoszka, Kjer, Maas, Rademacher, Terhoeven, Werth

 

TV Hörde zu Gast beim Verfolger VC Marl

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Geschrieben von: Klaus Wilke Freitag, 03. Februar 2012 um 19:06

Oberliga
VC Marl – TV Hörde 
Bereits am 12. Spieltag kann im Rennen um den direkten Aufstieg in die Regionalliga eine erste Vorentscheidung fallen. Am Sonntag, dem 05. Februar 2012,  erwartet um 18 Uhr der nur zwei Punkte zurückliegende Verfolger VC Marl den ungeschlagenen Tabellenführer TV Hörde. Die Hörder könnten sich theoretisch sogar eine 1:3 Niederlage leisten, um bei Punktgleichheit mit dem besseren Satzverhältnis den Platz an der Sonne zu behaupten. Die Marler, die bei allen Gegnern für ihre Schlachtgesänge und flotten Sprüchen am Netz bekannt sind, haben sich in der vergangenen Saison erst am allerletzten Spieltag mit einem Tiebreak-Erfolg gerettet, danach den Trainer gewechselt und mit Henrik Weßel und Kersten Holthausen zwei Leistungsträger zurückgeholt. Nach dem 3:1 der Gastgeber in Bielefeld wird die Meisterschaft nur noch zwischen Hörde und Marl entschieden. „Wir werden uns weder durch die Zuschauer noch durch die Sprüche am Netz provozieren lassen und mit breiter Brust auflaufen“, ist Trainer Kai Annacker von einem Erfolg überzeugt. Im Hinspiel musste der TVH mit damals noch wackeliger Annahme erst einen 0:2 Satzrückstand aufholen. Inzwischen kann der Hörder Annahmeriegel auch die härtesten Sprungaufschläge und Floater entschärfen. Neuzugang Jan Terhoeven hat mit seiner Bundesligaerfahrung sich in kritischen Phasen als cleverer und nervenschstarker Punktesammler erwiesen und der vom Hauptangreifer zum Libero umgeschulte Jan Maas ist der wohl beste und sicherste freie Mann der Oberliga. Auf der Homepage des VC Marl sind die Rollen klar verteilt. „Den Druck haben nicht wir, sondern die Hörder“, meint der Trainer der Hausherren. Der VC-Coach hat aber offensichtlich übersehen, dass bei einem Sieg der Hörder der Punkterückstand seines Teams auf vier Punkte anwachsen wird und damit der Aufstiegszug vorerst abgefahren sein dürfte. Trainer Annacker hat noch einmal akribisch die Aufzeichnung aus dem Hinspiel ausgewertet und dabei kleine, aber vielleicht entscheidende Schwachstellen entdeckt. „Sie sind stark, aber schlagbar. Wir haben uns in allen Bereichen gesteigert und werden mit komplettem Kader anreisen.“, zeigt sich der TVH-Coach zuversichtlich.  Mit dem jungen Lenard Exner kann Annacker noch einen Joker präsentieren, der den Marlern bisher nicht bekannt ist.

 

Pleiten, Pech und Pannen

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Geschrieben von: Klaus Wilke Montag, 30. Januar 2012 um 18:44

Verbandsliga
Post Telekom SV Bielefeld 3 – TV Hörde 2 3:0 (25:15, 25:21, 25:18)

Der Aufstiegszug in Richtung Oberliga wird wohl ohne die Hörder Zweitvertretung abfahren. Nach der bereits vierten Niederlage ist der Abstand auf den Relegationsplatz auf vier Punkte angewachsen. Als Erklärung, aber keineswegs als Entschuldigung wollte Spielertrainer Christian Bäker gelten lassen, dass die Familienväter Jörg Hartwig, Markus Klawikowski und Christian Stangneth nach dem Motto“ Samstag gehört der Papa mir“ grundsätzlich auf die zeitraubenden Reisen nach Ostwestfalen verzichten. Typisch für das Spiel der jungen Hörder war der Verlauf des zweiten Satzes, als der TVH mit vier dummen Fehlern in Folge einen möglichen Satzgewinn vergab. Zudem wackelte die Hörder Annahme, der Angriff konnte sich am Netz zu selten durchsetzen.  

TVH 2: Bäker, Caliqi, Exner, Externbrink, Gorba, Hester, Ossowski, Peters, Schwippe, Voswinkel 

Verbandsliga
TSC Eintracht – TV Mesum 1:3 (25:16, 22:25, 16:25, 25:27)

Nach der erneuten Heimniederlage werden die Sorgen um den Klassenerhalt immer größer. Der TSC bleibt mit zwei mageren Punkten aus 11 Spielen auf einem direkten Abstiegsplatz kleben. „Wir haben nie unser Potenzial ausschöpfen können“, klagt Außenangreifer Nico Kirchhoff über die mangelnde Konstanz. Zudem nutzten die Gäste von der holländischen Grenze clever die Blockschwächen des TSC- Neuzugangs Guetsop. Der Student aus Kamerun springt zwar am Netz wie ein Gummiball, wurde aber von den routinierten Angreifern der Mesumer wegen des falschen Timings und der noch unzureichenden Blocktechnik als Lieblingsgegner am Netz gesucht. Jens Gollnow war beruflich verhindert, so dass Trainer Volker Schmidt auf der Spielmacherposition die Alternativen fehlten. 

TSC: Rabe, Nelson, Neuendorf, Eicher, Wirtz, Guetsop, Hinkamp, Sietz, Zühlke, Kirchhof, Maxeiner, Dostal  

Damen-Verbandsliga
VV Holzwickede – TV Hörde 3:1 (27:25, 25:19, 20:25, 25:18)

Den jungen Hörderinnen klebt das Pech förmlich an Händen und Füßen. Der TVH führte im Auftaktsatz beim Tabellenführer bereits mit 11:8, als Theresa Baldauf bei einer Blockaktion am Netz auf den Fuß einer übergetretenen Holzwickeder Spielerin trat und nach einer kurzen Behandlungspause mit einer schmerzhaften Bänderdehnung ausgewechselt werden musste. Die sichtlich geschockten Hörderinnen konnten trotzdem auf Augenhöhe mitspielen. Als Lena Klecha für alle Akteurinnen deutlich sichtbar den Satzball im Feld versenkte hatte, wurde bei den Hörderinnen gejubelt. Doch zu früh, denn die Schiedsrichter ließen den Ballwechsel wiederholen. „Unsere Angriffsleistungen waren verbandsligatauglich und stimmen mich für die Zukunft optimistisch“, glaubt Trainer Thomas Misikowski nach der erneuten Steigerung an den Klassenerhalt.

TVH
: Theresa Baldauf, Anika Bauer, Elif Demirci, Lea Gorzel, Elena Iserhard, Lena Klecha, Caroline Mann, Laura Mann, Sarah Middendorf, Lara Werth.