Tabellenführer TV Hörde erwartet Schlusslicht und Tiebreak-König VfL Telstar Bochum
Geschrieben von: Klaus Wilke Donnerstag, 26. Januar 2012 um 16:53
Oberliga
TV Hörde – VfL Telstar Bochum
In der Hinrunde konnte der Volleyball-Satellit aus Bochum die Hörder noch in den Tiebreak zwingen und dabei den Außenangreifer Jan Terhoeven über vier Sätze neutralisieren, bevor der Neuzugang mit einer fehlerfreien Leistung im Tiebreak den TVH vor der ersten Niederlage bewahrte. Während danach der TVH die Tabellenführung übernahm und bisher zehn Sieg feierte, konnte der Aufsteiger nur noch beim Regionalliga-Absteiger BW Aasee punkten und ist seit dem zweiten SpieltagTräger der Roten Laterne. „Der Tabellenstand der Gäste täuscht jedoch und spiegelt nicht das wahre Leistungsvermögen und Potenzial des Aufsteigers wider“, weist Hördes Trainer Kai Annacker vor dem Heimspiel (Samstag, 19.30 Uhr, Sporthalle Hörde) eindringlich darauf hin, dass die Gäste bei allen Niederlagen mindestens einen Satz gewonnen und allein fünfmal den Tiebreak knapp verloren haben. Bochums junger und heißblütiger Trainer Nicola Ventriglia, der auch die ebenfalls im Abstiegskeller hockenden Regionalliga-Damen des VfL betreut, berichtet dann auch auf der Homepage des VfL nach der Fünfsatzniederlage gegen den Hörde-Verfolger PTSV Bielefeld von einer hundertprozentigen Steigerung und einer deutlich verbesserten Angriffsleistung. Der VfL-Coach ließ jedoch unerwähnt, dass die Postler bereits im Auftaktsatz ihre Hauptangreifer nach ausgekugelter Schulter und verdrehtem Knie vom Feld holen mussten. Beim TVH haben bereits die Vorbereitungen auf das vorentscheidende Spitzenspiel am übernächsten Spieltag beim Tabellenzweiten VC Marl begonnen. Schwerpunkte waren Verhalten bei Block und Abwehr und am zweiten Trainingstag die Bereiche Aufschlag, Annahme und erster Angriff. Weil die in der Verbandsliga spielende Zweite des TVH erst am Sonntag nach Bielefeld reisen wird, kann sich der zuletzt gegen Bielefeld aushelfende Lenard Exner erneut als Reservist auf die Bank setzen. Kapitän Henning Bruns scheint die fünfwöchige Pause gut getan zu haben. Die langwierigen Schulterschmerzen konnten deutlich gelindert werden. „Die größte Gefahr sehe ich nicht beim Gegner, sondern in der eigenen Nachlässigkeit“, hat TVH-Coach Annacker seine Schützlinge vor Leichtsinn und Hochmut gewarnt.
Hörder Damen können doch noch siegen
Geschrieben von: Klaus Wilke Montag, 23. Januar 2012 um 18:27

Verbandsliga
SG VBC Paderborn/DJK Delbrück – TV Hörde 2 3:0 (25:23, 25:16, 25:21)
Die erwartete Niederlage musste die Hörder Zweitvertretung bei der Paderborner Spielgemeinschaft einstecken. Beim ungeschlagenen Tabellenführer, der sich mit zwei ehemaligen Zweitligaspielern des Kooperationspartners DJK Delbrück enorm verstärkt hatte, konnten die Hörder nur im ersten und letzten Satz mithalten. „Es wäre durchaus mehr möglich gewesen, wenn wir unseren Respekt abgelegt hätten“, bemängelte Spielertrainer Christian Bäker die ängstlichen und zaghaften Aktionen am Netz. Zudem hatten die Hörder ungewohnte Schwächen bei Block und Ballannahme zu beklagen. Eine ordentliche Leistung zeigte bei seinem Debüt der vom SLC Bockum-Hövel gekommene Marlon Externbrink. Trotz der dritten Niederlage verteidigte der TVH mit vier Punkten Vorsprung den dritten Rang, weil der Verfolger PTSV Bielefeld 3 das vereinsinterne Duell gegen die Zweite überraschend glatt mit 0:3 verloren hatte.
TVH: Bäker, Hester, Ossowski, Peters, Schwippe, Stangneth, Farwick, Voswinkel, Mausolf, Exner, Externbrink
Verbandsliga
TSV Oerlinghausen – TSC Eintracht Dortmund 3:1 (21:25, 25:12, 35:33, 25:20)
Die vom ehemaligen Hörder und Scharnhorster Volker „Jimmy“ Schmidt trainierten Eintrachtler verloren auch das Rückspiel gegen den Tabellennachbarn und rutschten mit nur zwei Siegen wieder auf einen direkten Abstiegsplatz. In der Kleinstadt am Rande des Teutoburger Waldes lieferten sich die Abstiegskonkurrenten im dritten Satz einen erbitterten Kampf mit dem glücklicheren Ende für die Gastgeber. 68 Ballpunkte in einem Satz sind neuer Verbandsliga-Rekord. Nach dem Gewinn des Auftaktsatzes wurden die Sieghoffnungen der Eintracht durch individuelle Eigenfehler fast schon brutal zunichte gemacht. „Wir haben uns mal wieder selbst geschlagen“, analysierte Kapitän Nelson die siebte Niederlage im neunten Spiel. Einziger Lichtpunkt war die Feldabwehr.
TSC: Rabe, Gollnow, Kirchhof, Nelson, Hinkamp, Neuendorf, Guetsop, Sietz, Wirtz
Damen-Verbandsliga
TV Hörde – TB Höntrop 3:1 (25:17, 25:21, 21:25, 25:22)
Die Hörder Damen haben das Siegen noch nicht verlernt. Zum Auftakt der Hinrunde konnten die Schützlinge von Trainer Thomas Misikowski ihren Hinrundenerfolg wiederholen und mit dem dritten Sieg vorerst auf den Relegationsplatz klettern. Nach einer sicheren 2:0 Satzführung konnte der TVH trotz einer 5:0 Führung im dritten Satz dem angeschlagenen Gegner nicht den entscheidenden Punch versetzen. Die Wattenscheider Gäste kämpften aufopferungsvoll um jeden Ball, während auf der Gegenseite bei den Rot-Hemden aus Hörde sich bei Aufschlag, Annahme und Zuspiel die Flüchtigkeitsfehler häuften. Im Schlusssatz sorgte die für Anika Bauer eingewechselte Caro Mann mit zwei direkten Aufschlagpunkten für die vorentscheidende 23:21 Führung und bewahrte somit den TVH vor der Verlängerung.
TVH: Theresa Baldauf, Anika Bauer, Elif Demirci, Lea Gorzel, Elena Iserhard, Lena Klecha, Caro Mann, Laura Mann, Sarah Middendorf, Lara Roumeliotis, Lara Werth
Thomas Henke fehlerfrei Am Netz
Geschrieben von: Klaus Wilke Montag, 23. Januar 2012 um 18:08
Oberliga
SV Blau-Weiß Aasee – TV Hörde 0:3 (17:25, 20:25, 14:25)
Die Hörder setzen ihren eindrucksvollen Höhenflug fort und kehrten mit blütenweißer Weste vom idyllischen Aasee aus Münster zurück. Beim zehnten Erfolg in Serie sah Trainer Kai Annacker viele kleine Lichtblicke und positive Entwicklungen, aber bei der Passgenauigkeit und der Abstimmung mit dem Zuspiel noch Verbesserungsbedarf und Steigerungsmöglichkeiten. Die vollmundige Ankündigung der Gastgeber, gegen den Spitzenreiter wie ausgewechselt zu spielen, erwies sich als Pfeifen im Walde. Die Hörder waren in nur 66 Minuten den Münsteranern in den Bereichen Aufschlag, Annahme, Angriff und Abwehr deutlich überlegen. Der Tabellenführer verschlief jedoch in allen drei Sätzen den Start und geriet mit jeweils zwei Punkten in Rückstand. Im zweiten Satz musste der TVH-Coach beim Stand von 13:16 sogar die erste und einzige Auszeit nehmen. Der Regionalligaaufsteiger, der mit bisher erst drei Siegen gegen den erneuten Abstieg kämpft, setzte die Serie seiner Misserfolge mit vielen Eigenfehlern nahtlos fort. Die Rot-Hemden aus Hörde befolgten die taktischen Anweisungen, schlugen riskante und zielgenaue Aufschläge auf die Schwachstellen im Annahmeriegel und erschwerten so den Spielaufbau der Blau-Weißen. Hauptangreifer Jan Terhoeven hat im letzten Satz wieder zu seiner gewohnten Sicherheit bei den Sprungaufschlägen gefunden. Im Angriff konnte nach dem glücklichen Tiebreak-Erfolg gegen Bielefeld endlich wieder das erste Tempo eingesetzt werden, die Abstimmung auf der Position IV muss jedoch noch verbessert werden. Bei Kapitän Henning Bruns verzögerte sich die Rückkehr aus dem Skiurlaub. Auf der Positionen des Diagonalangreifers überraschte der zuletzt nicht voll überzeigende Thomas Henke. Der 22-jährige Student lieferte am Netz eine fast fehlerfreie Leistung ab und verwandelte die Pässe des deutlich verbesserten Spielmachers Pascal Rademacher in Direktpunkte. Die Hörder Mittelblocker Nik Child und Robin Frosting konnten mit optimalem Timing die Lücken am Netz schließen und viele Blockpunkte erzielen, die abgeprallten Bälle wurden eine sichere Beute der Feldabwehr und auch im Hinterfeld konnten die Hörder auf der langen sechs die Einschläge verhindern. Libero Jan Maas verdiente sich mit seiner bombensicheren Annahme genauso ein Sonderlob wie Hauptangreifer Dobromir Karkoszka. Christopher Werth, einziger Reservist auf der Hörder Bank, bekam im letzten Drittel des Schlusssatzes noch einen Einsatz, um Spielpraxis zu gewinnen.
TVH: Child, Frosting, Henke, Karkoszka, Maas, Rademacher, Terhoeven, Werth

