Luxusproblem für Oberligisten TV Hörde
Geschrieben von: Klaus Wilke Montag, 01. März 2010 um 19:31
Verbandsliga
VfL Telstar Bochum – TV Hörde 2 1:3 (25:23, 18:25, 19:25, 22:25)
Die Hörder Zweitvertretung behauptete vor dem Verfolger TuS Iserlohn den Vier-Punkte-Vorsprung und gewann bereits am vorletzten Spieltag in eindrucksvoller Manier die Meisterschaft und das Aufstiegsrecht. Dabei erwischten die Hörder beim lange um die Relegation mitspielenden Aufsteiger VfL Telstar Bochum einen Fehlstart. Der aus Düsseldorf angereiste "Klawe" Klawikowski saß im Stau auf der Autobahn fest, zudem gab es ungewohnte Abstimmungsprobleme im Hinterfeld, so dass leichte Bochumer Bälle auf den Boden fielen. Ab Satz zwei kämpfte die TVH-Abwehr aufopferungsvoll, kratzte scheinbar "tote" Bälle noch vom Boden und profitierte von den eingenwilligen Wechseln des Bochumer Trainers. Der hatte offenbar seinen "sozialen" Tag, holte zeitweilig seine besten Angreifer vom Feld, so dass die Hörder Angreifer sich immer besser am Netz durchsetzen konnten und die Bochumer Reservisten locker abblocken konnten. Nun haben die Hörder ein Luxusproblem. Denn seit einer vor zwei Jahren beschlossenen Änderung der Verbandsspiel-Ordnung dürfen in der Oberliga zwei Mannschaften eines Vereins spielen. Sie werden dann jedoch wie zwei unterschiedliche Vereine behandelt, so dass ein Aushelfen von Spielern der Zweiten in der Ersten nicht mehr möglich ist. Auch ist der abwechselnde Einsatz von Jugendlichen in beiden Oberliga-Mannschaften dann ausgeschlossen.Mannschaft und Vorstand des TVH müssen spätestens drei Tage nach dem letzten Spieltag dem Staffelleiter und zuständigen Spielwart einen möglichen Verzicht verbindlich erklären.
TVH 2: Bäker, Hartwig, Henke, Jeschke, Klawikowski, Rack, Ramge, Staß, Wörmann
Damen-Landesliga
SG TV Hörde/VC Schwerte – Letmather TV 3:0 (25:12, 25:14, 25:16)
Einen Riesenschritt in Richtung Verbandsliga machte die von Thomas Misikowski trainierte Spielgemeinschaft. Die Kombination aus Hörder und Schwerter Mädchen fertigte vor heimischer Kulisse im Schnelldurchgang die gegen die Relegation kämpfenden Gäste aus Letmathe ab. "Sie waren hoch motiviert, konzentriert und leisteten sich keinen einzigen Flüchtigkeitsfehler", lobte der Hörder Coach seine Musterschüler. Ein Sonderlob verdiente sich die Hörder Spielmacherin Lara Roumeliotis, die die urlaubende Alina Selsen glänzend vertrat. Die Galavorstellung des Spitzenreiters hat offensichtlich den zuvor noch punkt- und satzgleichen Konkurrenten TB Höntrop so stark beeindruckt, dass der die Hoffnung auf einen Hörder Ausrutscher offensichtlich aufgegeben hat und anschließend sang- und klanglos gegen die SG FdG Herne 2 mit 1:3 verlor. Die SG benötigt nun bei nunmehr zwei Punkten und zwei Sätzen Vorsprung am Finaltag nur noch zwei Sätze, um den Durchmarsch zu feiern. "Danach lassen wir es richtig krachen", hat Misikowski seinen Damen eine würdige Meisterfeier versprochen.
TVH/VCS: Theresa Baldauf, Anika Bauer, Lena Klecha, Maren Lamschik, Alisha Ossowski, Lara Roumeliotis, Lena Sauerländer, Kira Schäfer, Paulina Siebel

