Fast ein ganzes Jahr gehört nun Corona schon zu unserem Leben! Damals musste die Saison 2019/20 letztlich abgebrochen und geeignete Lösungen für die Aufnahme der neuen Saison 2020/21 gefunden werden. Dies geschah in der günstigen Phase des Frühjahrs und Sommers, einer für Virenübertragung eher unkritischen Zeit.
Ein Jahr später stehen wir wieder vor einer ähnlichen Situation – nur, dass die Infektions- und Todeszahlen im Vergleich zu vor einem Jahr deutlich höher sind und zudem ansteckendere Corona-Varianten die Bedrohung deutlich erhöhen. Außerdem liegen die Wettkampfrunden dieses Mal nicht in der Endphase der Saison sondern maximal bei eine Viertel der Spiele - und eine Öffnung der Sportstätten ist momentan noch nicht einmal im Ansatz denkbar! Eine Wiederaufnahme des Wettkampfbetriebes vor Ostern – und damit vor dem eigentlichen Ende der Saison – ist somit völlig unrealistisch!
In anderen Sportarten liest man deshalb fast täglich über Konzepte und auch Entscheidungen zur Beendigung und (Nicht-)Wertung der Saison. So hat z.B. aus unserer Region der Handball-Verband Westfalen am 27.1.21 die Entscheidung getroffen, die „offizielle“ Saison ohne Absteiger zu beenden und möglichst – falls es die Entwicklung zulässt – ein an die dann zur Verfügung stehende Zeit angepasstes (freiwilliges) Spielangebot in Form eines „Ligapokals“ anzubieten. Für aufstiegswillige Teams sollen – soweit möglich – Aufstiegsrunden für noch verfügbare Plätze in der nächsthöheren Liga angeboten werden.
Ob wohl Ähnliches auch für die Volleyball-Ligen zu erwarten ist, wo eine Entscheidung für die Dritten und Regional-Ligen in den nächsten Tagen erwartet wird?
Von dieser Entscheidung dürften sicherlich auch die Überlegungen für die darunterliegenden Ligen, also der Landesspielstellen, beeinflusst werden. Hier gab es im WVV bereits im November eine Umfrage unter Ober- und Verbandsligisten, aus der dem Vernehmen nach ein klares Votum für die Fortsetzung des Spielbetriebes notfalls bis zu den Sommerferien resultierte.
Nun sind wir aber über zwei Monate mit verschärften Lockdowns weiter und es ist eine neue Umfrage in allen Ligen angedacht (im Jugendbereich wurde bereits eine Umfrage gestartet). Diese erneute Meinungsfindung macht Sinn, denn aus heutiger Sicht müssen mehrere Dinge sicherlich neu bewertet werden:
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Je länger kein Sport stattfinden kann, desto länger und sorgfältiger muss anschließend der Muskelaufbau erfolgen. Vor allem improvisierte Bewegungen über wenig genutzte Muskelgruppen, wie sie im Wettkampf häufiger auftreten, führen sonst sehr schnell zu Verletzungen
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Die Impfsituation ist voraussichtlich bis über den Sommer hinaus nicht so, dass coronabedingte Spielausfälle ausgeschlossen werden können. Dies führt bei der unausweichlichen Terminenge fast zwangsläufig zu Benachteiligungen oder sogar am Ende fehlenden Spielwertungen.
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Sollten die zum Sport erforderlichen Lockerungen tatsächlich erfolgen, wird dies nicht auf den Sport begrenzt sein. Nicht wenige werden daher die zurückgewonnenen Freiheit auch für Familienbesuche, Reisen und Feierlichkeiten nutzen wollen.
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Beruflich wird die Situation ebenfalls für manch einen zwangsläufig eine Beeinträchtigung des Sports nach sich ziehen. Angefangen bei verschobenen Dienstreisen, die nachgeholt werden müssen, über dringende Aufarbeitung durch Homeoffice liegengebliebener Arbeiten bis hin zu beruflichen Neuorientierungen.
Diese Aufzählung wird sicher nicht vollständig sein. Sie kann lediglich darauf hinweisen, wie vielfältig und schwierig eine Bewertung der momentanen Situation ist. Dennoch - oder gerade deswegen - ist es wichtig, möglichst früh eine klare Entscheidung zu treffen! Die Sportler, die Trainer und die Vereine brauchen dringend eine (positive) Perspektive, wie der irgendwann anstehende Wiedereinstieg in den Sport gestaltet werden kann!



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